Pflegeleitbild & Pflegekonzept

Unser Pflegeleitbild und Pflegekonzept

Im Mittelpunkt steht für uns die Berufung, für ältere Menschen zu sorgen, diese zu betreuen und zu pflegen. Dies geschieht mit Qualität und Kompetenz. Unsere über 100 Mitarbeiter sorgen stets für das Wohl der uns anvertrauten Menschen an 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.

Unser Pflegeleitbild

Das Pflegeleitbild ist ein Wegweiser für unsere Pflegekräfte. Es beinhaltet die Grundlagen, die Ziele und auch einige Visionen für unser pflegerisches Handeln. Es soll dabei helfen, die Qualität der Pflege zu sichern und weiter zu verbessern. Eine qualitativ hochwertige, transparente und nachvollziehbare Pflege in deren Mittelpunkt immer die uns anvertrauten Hausgäste stehen. Unser Ziel – Jeden Tag!

Hier können Sie unser vollständiges Pflegeleitbild als PDF lesen.

Unser Pflegekonzept

Im Rahmen der Qualitätsentwicklung und zur Qualitätssicherung haben wir für das Seniorenzentrum Sinzheim ein Pflegekonzept entwickelt. Es ist für alle Mitarbeiter in der Pflege bindend.

Da unser Pflegekonzept sehr umfangreich ist, haben wir die einzelnen Überschriften nachfolgend aufgelistet. So können Sie bequem Punkt für Punkt lesen oder, ganz am Ende der Seite, das vollständige Konzept als PDF anschauen.

Wir orientieren uns am Pflegemodell der Professorin für Pflegewissenschaften Monika Krohwinkel. Ihr Konzept der „Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens (AEDL)“ ist für uns die Grundlage für eine ganzheitlich fördernde Pflege. „Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens“ nach Krohwinkel sind:

  1. Kommunizieren können
  2. Sich bewegen können
  3. Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten können
  4. Sich pflegen können
  5. Essen und trinken können
  6. Ausscheiden können
  7. Sich kleiden können
  8. Ruhen und schlafen können
  9. Sich beschäftigen, lernen und entwickeln können
  10. Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten können
  11. Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen können
  12. Soziale Bereiche des Lebens sichern und gestalten können
  13. Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können

Die ausführliche Beschreibungen finden Sie in unserem Pflegekonzept als PDF.

Durch die Betonung des könnens in jeder der einzelnen AEDL wird deutlich, dass es sich bei unserer Pflege nicht um eine bloße Versorgung, sondern um die individuelle Förderung und Unterstützung jedes einzelnen Hausgastes in seiner persönlichen Lebenssituation geht. Alle AEDL stehen untereinander in Beziehung und dürfen nicht isoliert betrachtet werden. In dem wir uns dieser wechselseitigen Beziehungen der AEDL untereinander bewusst sind, entsteht ein Gesamtbild des Einzelnen. Die Strukturierung nach den AEDL hilft uns dabei, Prioritäten im Hilfebedarf zu definieren und damit Ansatzpunkte für pflegerische Interventionen zu formulieren.

Wir orientieren uns am Pflegemodell der Professorin für Pflegewissenschaften Monika Krohwinkel. Ihr Konzept der „Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens (AEDL)“ ist für uns die Grundlage für eine ganzheitlich fördernde Pflege. „Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens“ nach Krohwinkel sind:

  1. Kommunizieren können
  2. Sich bewegen können
  3. Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten können
  4. Sich pflegen können
  5. Essen und trinken können
  6. Ausscheiden können
  7. Sich kleiden können
  8. Ruhen und schlafen können
  9. Sich beschäftigen, lernen und entwickeln können
  10. Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten können
  11. Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen können
  12. Soziale Bereiche des Lebens sichern und gestalten können
  13. Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können

Die ausführliche Beschreibungen finden Sie in unserem Pflegekonzept als PDF.

Durch die Betonung des könnens in jeder der einzelnen AEDL wird deutlich, dass es sich bei unserer Pflege nicht um eine bloße Versorgung, sondern um die individuelle Förderung und Unterstützung jedes einzelnen Hausgastes in seiner persönlichen Lebenssituation geht. Alle AEDL stehen untereinander in Beziehung und dürfen nicht isoliert betrachtet werden. In dem wir uns dieser wechselseitigen Beziehungen der AEDL untereinander bewusst sind, entsteht ein Gesamtbild des Einzelnen. Die Strukturierung nach den AEDL hilft uns dabei, Prioritäten im Hilfebedarf zu definieren und damit Ansatzpunkte für pflegerische Interventionen zu formulieren.

Priorität unserer Arbeit ist das Wohlbefinden der Hausgäste in ihrer Wohnumgebung und der Gesamteinrichtung. Hierzu gehören hinsichtlich der Bedürfnisorientierung und der Arbeitsorganisation überschaubare Pflegeteams. Das Seniorenzentrum Sinzheim ist in 3 Wohnbereiche unterteilt.

Wir arbeiten nach dem System der Bezugspflege in Form einer Gruppenpflege, d.h. jeder Wohnbereich ist in Pflegegruppen unterteilt und für die alltägliche Begleitung und Versorgung der älteren Menschen stehen examinierte Pflegefachfachkräfte sowie Pflegehelfer zur Verfügung. Die Anzahl der diensthabenden Mitarbeiter pro Wohnbereich ist abhängig von den jeweiligen Pflegestufen unserer Hausgäste. Jede Pflegekraft trägt die Verantwortung für eine vorgegebene Gruppe pflegebedürftiger Hausgäste. Unsere Mitarbeiter pflegen bewohnerorientiert, ganzheitlich und gehen auf individuelle Wünsche ein. Die Pflegefachkräfte sind für die Organisation und die Behandlungspflege und die medizinische Versorgung zuständig. Jeder Wohnbereich wird von der Wohnbereichsleitung geführt. Bei der Gruppeneinteilung achten wir auf personelle Kontinuität. Für das Seniorenzentrum SInzheim haben wir einen Allgemeinen Strukturstandard entwickelt, der diese Abläufe präzisiert.

Die Zuordnung der Mitarbeiter zu den einzelnen Pflegegruppen erfolgt auf einer Tafel, die auf jedem Wohnbereich im Dienstzimmer ausgehängt ist. Die Zusammensetzung der Pflegegruppen bleibt i.d.R. konstant und ändert sich nur bei Neuaufnahmen, bzw. bei Todesfällen. Es wird darauf geachtet, dass die Zuständigkeit der Pflegekräfte für die jeweilige Pflegegruppe im Rahmen der personellen Kontinuität für mindestens eine Woche gleich bleibt.

Zur Qualitätssicherung und als Zeichen der Professionalisierung der pflegerischen Berufe basieren unsere pflegerischen Tätigkeiten auf dem Regelkreislauf des Pflegeprozesses. Wir orientieren uns am Sechs-Schritt-Modell nach Fiechter und Meier:

Der Pflegeprozess besteht aus einer Reihe von logischen, voneinander abhängigen Überlegungs-, Entscheidungs- und Handlungsschritten, die auf eine Problemlösung, also auf ein Ziel hin, ausgerichtet sind und im Sinne eines Regelkreislaufs einen Rückkopplungseffekt (Feedback) in Form von Beurteilung und Neuanpassung enthalten. Die Ergebnisse der pflegerischen Maßnahmen werden am Pflegeziel gemessen. Bei Zielabweichungen oder dem Auftreten neuer Probleme beginnt der Prozess von Neuem. Die Maßnahmen werden dann entsprechend angepasst.

Neben der schriftlichen Dokumentation aller pflegerelevanten Ereignisse und Beobachtungen ist die mündliche Informationsweitergabe im Rahmen der täglichen Dienstübergaben unerlässlich. Um den Informationsfluss zwischen den Pflegekräften der einzelnen Dienstschichten sicher zu stellen, finden mündliche Übergaben anhand der schriftlich fixierten Dokumentation statt. Hierbei wird eine Checkliste benutzt und auf den Eintrag in das Dokumentationssystem hingewiesen. Die Übergabezeiten und Rahmenvorgaben zur inhaltlichen Gestaltung der Übergabe haben wir im Allgemeinen Strukturstandard definiert.

Die Qualitätsentwicklung und -sicherung nimmt einen hohen Stellenwert im Seniorenzentrum Sinzheim ein. Wir beschäftigen eine Qualitätsmanagerin und einen QM-Auditor.

  • Fachwissen wird durch Fort- und Weiterbildungen laufend aktualisiert und in die tägliche Praxis umgesetzt. Wir erstellen jährlich einen Fort- und Weiterbildungskatalog und nehmen darin auch gerne Vorschläge unserer Pflegekräfte auf
  • Für die Grund- und Behandlungspflege, sowie für die spezielle Pflege haben wir eigene festgelegte Standards, die als Handlungsanweisungen für alle Tätigkeiten aus diesen Bereichen gelten
  • Standards und Handlungsrichtlinien sind den aktuellen Erkenntnissen der Altenpflege angepasst und wurden durch unsere Mitarbeiter in Qualitätszirkeln unter der Leitung der QM erarbeitet
  • Ein elektronisches QM-Handbuch (Intranet) bietet allen Mitarbeitern die Möglichkeit, aktuelle Informationen rasch und unkompliziert zu erhalten
  • Die Pflegevisite dient uns als direktes Instrument zur Überprüfung der individuellen Pflegequalität sowie der Beurteilung und Unterstützung der Mitarbeiter. Dies bedeutet, dass der Hausgast von der Pflegedienstleitung besucht und befragt wird. Anhand von Checklisten und der Pflegedokumentation wird die Qualität der geleisteten Arbeit beurteilt. Die Ergebnisse werden entsprechend ausgewertet und bei Bedarf werden Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet
  • In regelmäßigen Abständen werden unangemeldete Qualitätsvisiten durchgeführt

Der Umfang der Pflege ergibt sich aus der jeweiligen Zuordnung zu einer Pflegestufe aufgrund der Einstufung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). Die Leistungen bestehen je nach Erfordernis des Einzelfalles in der Unterstützung, der teilweisen oder vollständigen Übernahme von Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens, der Beaufsichtigung oder der Anleitung. Die Leistungen im Einzelnen sind z.B.

a) Hilfe bei der Körperpflege

  • das Waschen, Duschen und Baden
  • die Teilkörperwäsche z.B. nach der Nahrungsaufnahme, nach Toilettengängen
  • die Hand- und Fingernagelpflege
  • die Haarpflege, z.B. Haarwäsche, fönen und kämmen, Richten der Tagesfrisur
  • die Mundhygiene (Zahn- und Prothesenpflege)
  • das Rasieren (nass oder trocken, je nach Vorliebe des Hausgastes)
  • die Hautpflege mit Lotionen und Cremes
  • die Unterstützung bei der Blasen- und Darmentleerung, die Durchführung von Kontinenztraining und die Beratung und Versorgung mit Inkontinenzprodukten

b) Hilfe bei der Ernährung

  • die mundgerechte Zubereitung der Nahrung
  • die Unterstützung bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme
  • das Vorbereiten und Verabreichen von Sondennahrung
  • der Kostaufbau und die Einhaltung spezieller Diäten

c) Hilfen zur Mobilität

  • die notwendigen Transfers beim Aufstehen und Zubettgehen
  • das Betten und Mobilisieren nach speziellen Mobilisationsplänen
  • Unterstützung beim Gehen und Stehen, Durchführung von Übungen und Training von Bewegungsabläufen
  • Ermunterung und Hilfestellung bei bettlägerigen oder auf den Rollstuhl angewiesenen Hausgästen, aufzustehen, sich zu bewegen und am Gemeinschaftsleben in der Einrichtung teilzunehmen.

d) Hilfen bei der persönlichen Lebensführung

  • Unterstützung bei der Orientierung zu Zeit, Ort, Situation und Person
  • Hilfe bei der Bewältigung von Lebenskrisen
  • Hilfe bei der Strukturierung des persönlichen Alltags
  • Hilfe bei der Eingliederung in die Gemeinschaft

e) Leistungen der sozialen Betreuung

  • Erhebung der Sozialanamnese
  • Kontakte zu Angehörigen und Betreuern aufrechterhalten und fördern
  • Beratung in persönlichen Angelegenheiten
  • Maßnahmen zur Förderung der Selbsthilfe und Selbständigkeit

f) die medizinische Behandlungspflege

Die Leistungen der medizinischen Behandlungspflege werden durch entsprechend qualifizierte Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter im Rahmen der ärztlichen Behandlung und nach Maßgabe der ärztlichen Anordnung erbracht, soweit sie nicht von der behandelnden Ärztin / dem behandelnden Arzt selbst durchgeführt werden.

  • Wundbeobachtung, Wundversorgung und anfallende Verbandswechsel
  • Versorgung mit Kompressionsstrümpfen oder Anlegen von Kompressionsverbänden
  • Überwachung von Flüssigkeitsbilanzierungen
  • Durchführung von Vitalwertkontrollen
  • spezielle Krankenbeobachtung und -überwachung
  • Einreibungen
  • subkutane Injektionen (z.B. Insulin) und die Überwachung von Infusionen
  • die transurethrale Katheterisierung der Harnblase
  • das komplette Medikamentenmanagement (Bestellung, Richten und Verabreichen)
  • die Versorgung von Tracheostoma

g) Vermittlung therapeutischer Leistungen

Wir vermitteln entsprechend den Erfordernissen der Pflegeplanung bzw. nach ärztlicher Anordnung folgende Therapieleistungen und sind im engen Austausch mit den externen Therapeuten wie z.B.:

  • Krankengymnastik, Physiotherapie
  • Logopädie
  • Ergotherapie
  • medizinische Fußpflege
  • Kooperation mit weiteren Diensten:
    Ambulanter Betreuungs- und Pflegedienst Curatio GmbH
Unter Dokumentation wird die systematische, kontinuierliche und schriftliche Erfassung und Auswertung von pflegerelevanten Daten verstanden. Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesamtleistung und ein wichtiges Mittel der fachlichen Informationsweitergabe und Kommunikation innerhalb unserer Pflege. Außerdem dient Sie auch zur Beweiserhebung im Rechtsverkehr im Rahmen der durchgeführten Maßnahmen. Ferner spiegelt unsere Dokumentation den Pflegeverlauf wieder.
Für jeden Hausgast wird eine individuelle, ressourcenorientierte Pflegeplanung erstellt. Die Pflegeplanung ermöglicht uns eine individuelle, zielgerichtete, überprüfbare und schriftlich geplante Pflege, welche die vorhandenen Fähigkeiten, die Bedürfnisse und die Probleme unserer Hausgäste mit einbezieht. Möglichst gemeinsam mit dem Hausgast werden Pflegeziele und -maßnahmen festlegt. Alle Pflegekräfte wenden diese festgelegten Maßnahmen an. Die Überprüfung der Zielerreichung (Evaluation) erfolgt in regelmäßigen Abständen.
  • Grundlage unserer Qualität ist ein gutes Betriebsklima. Resultierend aus einem kooperativen Führungsverhalten, gegenseitiger Wertschätzung und Akzeptanz. Konstruktive Kritik und ein offenes Miteinander helfen uns mögliche Fehler nicht als persönliches Versagen, sondern als Ansporn zur Weiterentwicklung zu sehen
  • Einen wichtigen Bestandteil unserer Qualitätsentwicklung sehen wir in der Fort- und Weiterbildung. Wir fördern und fordern unsere Mitarbeiter, indem wir ihnen ein selbständiges Arbeiten und die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen ermöglichen
  • Wir setzen unsere Mitarbeiter nach deren individuellen Stärken, persönlichen Kompetenzen und Berufserfahrungen ein. Bei entsprechendem Engagement bieten wir Aufstiegsmöglichkeiten und sichere Arbeitsplätze
  • Durch Zufriedenheit unserer Mitarbeiter steigt die Ergebnisqualität unserer Dienstleistungen und somit auch die Zufriedenheit unserer Kunden
  • Unsere Auszubildenden werden gezielt angeleitet und während ihrer gesamten Ausbildung von Praxisanleitern und Mentoren begleitet und unterstützt. Bei entsprechender Leistung bieten wir unseren Schülern von Anfang an eine Perspektive auf einen sicheren und interessanten Arbeitsplatz über die Ausbildung hinaus
  • Wir erfüllen die Fachkraftquote
  • Auf jedem Wohnbereich steht rund um die Uhr mindestens eine Fachkraft zur Verfügung
  • Die Pflegedienstleitung (bzw. deren Stellvertretung) ist rund um die Uhr erreichbar um den Pflegekräften bei möglichen Fragen beratend und unterstützend zur Seite zu stehen
Die Personalbesetzung erfolgt gemäß der Leistungs- und Qualitätsvereinbarung (LQV), die wir mit den Kostenträgern abgeschlossen haben und orientiert sich an den Pflegestufen der uns anvertrauten Hausgäste. Die Anzahl der Beschäftigten und ihre persönliche und fachliche Eignung sind in verschiedenen Gesetzen festgeschrieben, damit die Versorgung und Betreuung unserer Hausgäste immer sichergestellt ist. Derzeit sind im Seniorenzentrum Sinzheim über 100 Mitarbeiter beschäftigt. Die Fachkraftquote liegt bei über 50%.
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